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Aktuelles

Feuerwehr Nord-Elm: 18 neue Einsatzkräfte für die Feuerwehren der Samtgemeinde Nord-Elm

Am Sonntag, den 29.03.2026, endete für die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Nord-Elm der Einstiegslehrgang für neue Einsatzkräfte, die sogenannte Qualifikationsstufe 1 (QS1). Dieser Lehrgang ist der erste Schritt in der Feuerwehrkarriere und markiert für die angehenden Feuerwehrleute den offiziellen Eintritt in die Einsatzfähigkeit. Zum ersten Mal organisierte und richtete die Samtgemeinde Nord-Elm diesen Lehrgang für ihre sechs Ortsfeuerwehren eigenständig aus. Insgesamt nahmen 18 Anwärterinnen und Anwärter an der strammen, fünftägigen Ausbildung teil. Davon konnten 12 Teilnehmende am Abschlusstag erfolgreich ihre Prüfung ablegen und stehen den Feuerwehren ab sofort bei Einsätzen als ausgebildete Kräfte zur Verfügung. Die weiteren Lehrgangsteilnehmer, die aufgrund von Krankheit oder beruflichen Verpflichtungen einzelne Module verpasst haben, werden diese zeitnah in ihren Ortsfeuerwehren nachholen und die Qualifikationsstufe im Anschluss abschließen.

Im vergangenen Jahr fand die Grundausbildung in Kooperation mit den Feuerwehren Schöningen und Esbeck statt. In diesem Jahr übernahm das sechsköpfige Ausbilderteam der Feuerwehr Nord-Elm um den Ausbildungsbeauftragten Gábor Bárdos und seine Stellvertreterin Sabine Symietz die alleinige Organisation und Durchführung. Die Ausbildungseinheiten fanden verteilt bei den Ortsfeuerwehren im Gebiet der Samtgemeinde statt. Auf dem Ausbildungsplan standen sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Übungen. Im Gerätehaus Süpplingen wurden Themen wie Unfallversicherung, Verhalten bei Gefahr und Fahrzeugkunde vermittelt. In Wolsdorf fand eine Stationsausbildung statt, bei der unter anderem der Umgang mit Leitern, Geräten zur technischen Hilfeleistung sowie der Aufbau einer Wasserversorgung aus Hydranten und offenen Gewässern trainiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung lag auf der feuerwehrtechnischen Ersten Hilfe und der Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Die Teilnehmer absolvierten einen neunstündigen Erste-Hilfe-Kurs in Süpplingenburg sowie das Modul Psychosoziale Notfallversorgung in Frellstedt. Unter der Leitung von Notfallsanitäter Thorsten Birnbaum lag der Fokus der medizinischen Schulung vor allem in der Praxisnähe. Unter realistischen Bedingungen wurden beispielsweise die Helmabnahme nach einem Motorradunfall sowie die Reanimation mit Darstellern geübt. Um das Verständnis für die Lage von Verunglückten zu stärken, erprobten die Auszubildenden zudem den schonenden Transport einer Schleifkorbtrage.

Ein besonderer Dank der Ausbildungsleitung richtet sich in diesem Zusammenhang an die Feuerwehr Schöningen, die ihren Teleskopmast zur Verfügung stellte, sowie an den Landkreis Helmstedt für die Bereitstellung eines Rettungswagens.

Um den Lehrgang abzuschließen, mussten die Kameradinnen und Kameraden ihr Wissen in einer theoretischen Prüfung unter Beweis stellen. Abgenommen wurde diese von einem dreiköpfigen Prüfungsausschuss, der sich aus einem Mitglied des Ausbildungsteams, dem Ortsbrandmeister des Prüfungsteilnehmers sowie dem Gemeindebrandmeister zusammensetzte.

Zum Abschluss des Lehrgangs und der Urkundenübergabe zog die stellvertretende Ausbildungsbeauftrage Sabine Symietz ein positives Fazit und dankte allen Ausbildern und Helfern im Hintergrund. Sie hob dabei besonders die Motivation und den Teamgeist der Teilnehmer hervor: "Wir hatten hier eine hochmotivierte Gruppe. Keiner hat sich über den anderen gestellt, alle waren eins. Es war großartig zu sehen, die Mitglieder über die eigenen Ortswehren hinaus sich kennenlernen und zusammenwachsen."