Unter dem Namen Sophingi wurde Süpplingen am 10. Juni 888 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Es handelte sich um die Beurkundung eines Tausches zwischen dem Grafen Otto und dem Abt Bovo von Corvey. Dabei übertrug Graf Otto dem Kloster seinen bisherigen Besitz in Goddelsheim im Ittergau und erhielt dafür den Klosterbesitz östlich der Oker.

Heute hat das Dorf eine Größe von 10,35 km² und 1700 Einwohner. Einige der wichtigsten Faktoren, die das Leben des Dorfes und seiner Menschen bis in die heutige Zeit prägten und beeinflussten, sind auch im Süpplinger Wappen dargestellt: die Ähre als Symbol für die Landwirtschaft, das Rad als Erinnerung daran, dass der Ort seit Jahrhunderten an einer der bedeutendsten Heer- und Handelsstraßen lag (heutige B1), verbunden durch das Wellenband der Schunter, welche die Feldmark und den Ort durchfließt. Süpplingen hat eine ereignisreiche Zeit hinter sich. Am 18. April 1779, so berichtet ein Kirchenbuch, brach in einem Haus eine Feuersbrunst aus. Dadurch fielen weitere 26 Höfe und 75 Gebäude den Flammen zum Opfer. Die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war besonders geprägt durch den Beginn der Industrialisierung. Im Süpplinger Gebiet waren vor allem zwei Industriezweige maßgeblich: der Braunkohleabbau und die Zuckerfabrikation. Um 1770 wurde im heutigen Elzhaus in offenen Baugruben Braunkohle abgebaut. Im Jahre 1821 wurde bei Wolsdorf schließlich der Schacht „Prinz Wilhelm” gegründet. Mit dem Jahr 1852 begann in Süpplingen die Selbstverwaltung durch einen Gemeinderat. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte Süpplingen noch zum Départment Oker, dem Distrikt Helmstedt und dem Kanton Königslutter. Das Landesgebiet wurde damals nach rein geographischen Gesichtspunkten in Départments, Distrikte und Kantone gegliedert.

Das Verwaltungsgebäude auf dem Steinweg wurde 1954 errichtet. Im Erdgeschoss waren die Gemeindeverwaltung und eine Arztpraxis untergebracht, im Obergeschoss die Wohnung der Arztfamilie und weitere Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss. Im Jahr 1970, aus Anlass der Gründung der Samtgemeinde Nord-Elm, wurde das Gebäude als Sitz der entstehenden Samtgemeinde bis Ende 2008 zur Verfügung gestellt.

Das Dorf zwischen Helmstedt und Königslutter bietet heute mit seinen aktiven Vereinen und Verbänden interessante und abwechselungsreiche Freizeitangebote. Ein Kindergarten, eine Kinderkrippe und eine Grundschule mit Hort sowie ein Seniorenpflegehaus sind am Ort. Einzelhandel, zwei Banken, zwei Allgemeinmediziner, ein Zahnarzt und weitere Dienstleister auch des Gesundheitswesens sowie Handwerker stehen zur Verfügung.

1988 wurde das 1100-jährige Dorfjubiläum groß gefeiert. Der große Festumzug mit hunderten von Teilnehmern - teils in historischen Trachten und Uniformen - und tausenden von Zuschauern an den Straßen war der Höhepunkt der Festveranstaltungen.

Bei Erdarbeiten für ein neues Seniorenpflegehaus in Süpplingen sind im Juni 2010 archäologische Funde von vor 7.000 Jahren gemacht worden. "Damals war noch alles bewaldet", erklärt die Kreisarchäologin Monika Bernatzky. Die Siedlungen mit den 30 Meter langen Häusern aus Holz, Flechtwerk und Lehm waren "Inseln im Waldmeer". Ihre Spuren sind nach dem Abtragen des Mutterbodens mit Beginn der Bauarbeiten für die Pflegeeinrichtung deutlich zu erkennen. Klare Anzeichen auf den Siedlungsplatz aus dem Jahr um 5200 v. Chr. sind neben Werkzeugen aus Feuerstein, Mahlsteine und Resten eines Steinbeils besonders die Scherben der so genannten Bandkeramik. Sie ist geradezu ein Markenzeichen dieser Kultur, die sich entlang der fruchtbaren Lößböden in ganz Europa entwickelte. Bisher war eine Fundstelle am Glockberg bei Helmstedt der nordwestlichste Punkt für eine bandkeramische Siedlung. Nun ist es Süpplingen. 

Im Jahr 2013 begeht die Gemeinde ihr 1125-jähriges Jubiläum.